Besser spät als nie – das dachte nicht nur ich mir, als ich bemerkte, dass ich schon vor gut zwei Wochen in “Final Destination 3″ war und bis jetzt noch eine Review offen stand. Auch der Tod folgt treu diesem Motto und muss unplanmäßige Überstunden schieben, nachdem sein Plan von einer Horde Teenies durchkreuzt wird.
Bereits das Konzept des ersten Teils der “Final Destination”-Reihe, trieb Millionen Besucher in die nahe gelegenen Kinos. Unerwarteter Weise wurde daraus in Windeseile ein Kultklassiker. Und was machen geldgierige Hollywood Produzenten mit Kultklassikern? Richtig, sie geben Fortsetzungen in Auftrag. Wie so oft, war die Fortsetzung zum ersten Teil eine einzige Katastrophe. Aus diesem Grund ging ich nicht allzu hoffnungsgeladen in Teil drei der Horror-Mystery Serie. Und siehe da, selbst das wohltuende Gefühl der Vorfreude auf eine seichte Popcorn-Kino Nacht, wurde mir bereits in den ersten 15 Minuten des Films genommen.
Zu Beginn passiert nämlich überhaupt nichts. Man lernt die Protagonisten kennen, bekommt deutlich aufgezeigt, wer mit wem abhängt und zwischen wem man Konfliktpotential erwarten darf. So plätschert der Film vor sich hin, dass man sich nur noch eins wünscht: Den Tod. Dieser kommt dann auch bald darauf (nach weiteren 10 Minuten des Dahindümpels…) in Form von einem Achterbahn Unglück, bei dem eine Hand voll Teenager sterben. Wendy, die vor dem Start der Höllentour eine Vision hat und die Achterbahn spontan mit der Hälfte ihrer Weggefährten verlässt, springt dem Tod von der Schippe. Dass der Sensenmann darüber nicht sonderlich erfreut ist, muss höchstens beiläufig erwähnt werden. So versucht er in 93 Minuten Spielzeit die Entkommenen einzufangen und auf die skurrilsten Arten zu töten.

Ob Feuerwerkskörper oder Elektrotacker, Sonnenbank oder LKW – es ist für jeden etwas dabei. Allerdings wäre es an dieser Stelle recht unhöflich, die einzelnen Todesvarianten auszuplaudern, denn gerade deshalb schaut man sich ja im Endeffekt den Streifen an. Den Schauspielern zuliebe sicher nicht, denn die machen ihren Job wirklich mies. Mary Elizabeth Winstead und Ryan Merriman spielen die modernen Helden, die ihre Nebendarsteller aus den Klauen des Todes retten sollen. Glaubhaft wirkt ihre schauspielerische Leistung dabei keineswegs. Doch der eigentliche Hauptdarsteller ist sowieso unsichtbar und macht seinen Job hervorragend. „Und der Oscar geht an….den Tod!“.
Über den langweiligen Anfang könnte man hinweg sehen, genauso wie über die schlechten Hauptdarsteller. Wenn allerdings ein gravierender Fehler in der Story auftaucht, kann ich beim besten Willen kein Auge zudrücken. Denn wie soll bitteschön eine Video Kamera der Auslöser für ein Achterbahnunglück sein, wenn der Besitzer samt Gerät nur in der Vision von Wendy mitfahren, in Realität jedoch vor dem Start aussteigt? Jungs, das hättet ihr aber echt merken müssen!
Leider kann „Final Destination 3“ nicht an den gelungenen ersten Teil anknüpfen. Sowohl Identifikationsfiguren in Form von Schauspielern als auch sinnvolle Storyline fehlen dem Streifen. Das einzig interessante an dem Film ist am Ende nur der Tod, der sich wieder einmal coole Mordvarianten ausgedacht hat. Dem Schluss zufolge scheint der dritte auch gleichzeitig der letzte Teil der Reihe gewesen zu sein. Besser so.










