
Die heutige Kolumne soll zunächst einmal dem Outing dienen: Euer wackerer Tino trägt schon lange schwer am Gedanken eines in Eigenregie verfassten Drehbuches. Nun soll sich der Schriebs aber natürlich auch verkaufen, bestenfalls bis nach Hollywood. Ergo gilt es, gewisse Standards einzuhalten und Regeln zu befolgen, denn Innovationen sind über den großen Teich ja nun mal nicht gern gesehen. Was liegt also näher, als sich etwas Zeit zu nehmen, um die beliebtesten Klischees zu eruieren, zu bündeln und daraus eine Geschichte zu machen, die mit Sicherheit reißenden Absatz findet?! Eben. Das Ergebnis sei Euch nicht vorenthalten, erhebt aber natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit der berücksichtigten Stereotypen. Im Gegenteil; da geht noch viel mehr. Quasi eine erste Rohfassung…
Archive for Juni, 2006
Tino geht ins Kino – Von Zukunftsplänen und lieb gewonnenen Klischees
Tino geht ins Kino – Und trifft dort Hollywoods liebste Rabenmutter

Neulich sitze ich im Programmkino meines Vertrauens, um im Rahmen eines Virginia Woolf-Themenabends „The Hours“ anzuschauen. Ihr wisst schon, dieses epische Werk, in dem Nicole Kidman zur zornig gefalteten Stirn eine übergroße Nase im Gesicht trägt, mit toten Vögeln kuschelt und dafür diverse Preise nachgeworfen bekommen hat. Der wunderbare Score aus Philip Glass’ Feder entführt mich gerade in magisch-ferne Sphären, da sorgt ihr Auftauchen plötzlich für ernüchternde Bodenhaftung: Julianne Moore. Diesmal als ziemlich verpeilte Vorstadtfee Laura besetzt, deren Sanftheit schon an Phlegma grenzt und die erst nach einem lesbischen Kuss sowie Lektüre des Woolf-Bestsellers „Mrs. Dalloway“ genug Kraft aufbringt, ihren gähnend langweiligen Mann zu verlassen.
Künstlervorstellung: Raekwon
Nach der beachtlichen Rückkehr des Ghostface Killahs stehen bei seinem Reimpartner Raekwon nun auch alle Lichter auf Grün. Der erst kürzlich mit Dr. Dres Label Aftermath Music abgeschlossene Plattendeal pusht die Karriere des Chiefs um ein beachtliches Maß in die Höhe. Der Öffentlichkeit muss er nichts mehr beweisen, soviel steht fest. Diesmal geht es einfach nur darum den New Yorker Hiphop zurück zu bringen, einem Wiedereroberungskreuzzug beizutreten, den Busta Rhymes und Ghostface gestartet haben.
Tino geht ins Kino: Von duplizierten Blumen und aufgewärmten Ideen

Neulich gefiel es einer meiner homosexuellen Freundinnen, Euren alten, manchmal etwas trotteligen Tino weiterzubilden. Und so erfuhr ich denn, dass Getrude Stein in Lesbenkreisen angeblich quasi Ikonenstatus besitzt, welcher wiederum auf ihrem Zitat „Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose“ fußt. Nun möchte diese Kolumne weder das Literarische Quartett noch die fröhliche Metaphern-Interpretations-Ecke sein. Was immer Frau Stein mit ihren tiefsinnigen Worten sagen wollte, ob sie vielleicht auch bloß im Vollrausch sprach, möge also jeder für sich ganz allein herausfinden. Nichtsdestotrotz bringt uns besagter Sinnspruch zum Thema der heutigen Kolumne.










