
Was war 2006 denn nun eigentlich für ein Jahr?! Ein seltsames. Einige Höhen, zu viele Tiefen. Menschen aus meinem Umfeld sind zu früh gestorben, dafür wurden andere neu in diese Welt geboren. Massig schlaflose Nächte mit bohrenden Gedanken. Die sprichwörtliche große Liebe gefunden und aus Sturheit fast wieder verloren. Selbsterkenntnisse positiver und negativer Art. Manche Ziele erreicht, andere als unmöglich abgehakt. Nun endgültig zum Kettenraucher geworden. Und natürlich jede Menge Filme. Darum folgt zum Ausklang jetzt ein völlig subjektiver, ungeordneter, unvollständiger Rückblick auf das Kinojahr 2006.
Archive for Dezember, 2006
Tino geht ins Kino – und zieht Bilanz
FIlmreview: Happy Feet
Ein Film – eine Botschaft – eine Entscheidung. Das ist im wesentlichen die Beschreibung des Computer Animationsfilmes ‚Happy Feet’, der hauptsächlich selbst den Kleinsten unter uns das unaufhaltsame Umweltdrama näher bringen soll. Ein Film, der auf charmante, hinreißende, herzerweichende und abenteuerlustige Art und Weise auch dem männlichsten aller Männer, das Herz pumpen lässt.
Tino geht ins Kino – und wünscht sich eine Stille Nacht

Mag sein, dass man mich als Zyniker beschimpfen muss. Möglich auch, dass ich mir einen neuen Freundeskreis nebst Familie(n) suchen sollte. Denkbar zudem, dass meine liebsten Angehörigen aus dem All auf die Erde gebeamt wurden. Dennoch: Wenn ich daran denke oder so höre, wie das bevorstehende Weihnachtsfest in den meisten Familien abläuft, ereilt mich der große Grusel.
Typisch amerikanisch: 24
Nachdem Ich erst kürzlich ein paar Worte über eine meiner Lieblings-TV-Serien, “The O.C.” verloren habe, geht es nun in die zweite Runde, was amerikanische Erfolgsserien betrifft. Man sollte es nicht glauben, aber es gab auch eine Zeit vor “Lost” und “Desperate Housewifes”, die wie verrückt hier in Deutschland promotet wurden. Im Jahre 2001 zum Beispiel lief die damals als Vorreiter geltende erste Staffel der Anti-Terror-Serie “24″ an. Scheinbar interessierte Ich mich zu dieser Zeit noch nicht so ausufernd für amerikanische Exporte im Show-Bereich was heißen soll, dass ich erst Ende 2004 auf die überaus interessante Serie stieß. Das Prinzip einen einzigen Tag in 24 Folgen zu verpacken und diese in Echtzeit – mit manchmal durchaus verwirrenden Parallelhandlungssträngen – ablaufen zu lassen, fand Ich irgendwie attraktiv.
The O.C.: Der Prototyp einer Teenie-Serie
TV-Serien können schon schrecklich sein. Wie eine Zeitmaschine rauben sie einem das letzte bisschen Freizeit, das man sicherlich auch nützlicher verbringen könnte. TV-Serie ist aber nicht gleich TV-Serie. Wie bei so vielem muss man auch hier differenzieren: Da gibt es auf der einen Seite diese Serien, die man einfach gesehen haben muss, um mitreden zu können. Darunter fällt definitiv Lost, Desperate Housewives und CSI (N.Y., Miami, whatever). Auf der anderen Seite sind da diese Serien, die man eigentlich peinlich finden sollte, sich irgendwann aber mal doch die eine Folge angesehen hat und seither nicht mehr davon los kommt. Aufgrund der starken Zuschauerabhängigkeit fällt es hier schwer, Beispiele zu nennen. Hardcore Junkies ziehen sich gegebenenfalls die “Gilmore Girls” rein oder enden bei “Dawson’s Creek”, dessen Regisseur sich – ebenso wie die Serie – schon seit einiger Zeit im Ruhestand befindet. Nun gibt es aber noch eine Stufe unter Hardcore. Im Pornogeschäft würde man das folgerichtig Softcore nennen. Auf filmisch geht’s kürzer: “The O.C.”
Filmreview: A Scanner Darkly
Wie kann es eigentlich soweit kommen, dass ein Film in den USA schon auf DVD erschien, in Europa jedoch noch nicht mal den Weg ins Kino gefunden hat? Das fragt sich der allwissende Cineast wohl häufiger. Manchmal muss man wohl froh sein, dass nicht alle US-Releases den Sprung über den großen Teich schaffen, im Falle von Richard Linklaters “A Scanner Darkly” ist diese Annahme allerdings weit gefehlt. Zwar kann man dem Film nicht unbedingt Massenkompatibilität nachsagen, eine Bereicherung für alle Experimentierfreunde und Liebhaber gleichermaßen schwer verdaulicher und psychedelischer Dramakunst stellt er dennoch dar.
Filmreview: Children Of Men
Wir schreiben das Jahr 2027. Die Welt ist dem Terror und der Gewalt verfallen. Angst, Elend und Machtlosigkeit spiegeln sich in den trostlosen Gesichtern der Bevölkerung wider. Eine Situation, in der auf den verkommenen grauen Straßen niemand dem grausamen Alltag entkommen kann. Überall Gewehre. Überall Schüsse. Überall Schreie. Wir haben die Hölle auf Erden. Eine Hölle, in der vor allem seit 18 Jahren Unfruchtbarkeit auf allen Kontinenten herrscht. Wir haben eine aussterbende Welt ohne Kinderlachen. Ein Ort des Horrors im aussichtslosen Kampf ums Überleben.
Filmreview: James Bond 007 – Casino Royale
Hurra, hurra, der neue Bond ist da. Was in den Medien so alles über den neuen 007 fachgesimpelt wurde, geht auf kaum eine Kuhhaut. Eine Tendenz war stets zu erkennen, ob es nun der Zweiseiter in der Wochenzeitung “Die Zeit” war, oder der Bericht im “Spiegel”: James Bond ist ein verdammtes Chamäleon.















