Posted by Reviewnator on Februar-13-2007 Add Comments
Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. So wird es doch immer wieder angepriesen, wenn es sich um Zukunftsträume handelt. Jährlich versuchen Millionen von Menschen dort ihr Glück, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen. Dabei vergessen viele, dass jährlich Millionen von Menschen auf ihrem Weg dahin einfach nur versuchen, ein Dach über dem Kopf zu behalten. Ein Paradebeispiel dafür ist Chris Gardner. Ein intelligenter und arbeitswilliger Ehemann und Vater, der trotz immer wiederkehrender Enttäuschungen täglich ums Überleben seiner Träume kämpft. Basierend auf einem 20/20 Bericht über den jetzigen erfolgreichen San Francisco Börsenmakler, der einst Armut, Schulden und Obdachlosigkeit durchlebte, hat sich Regisseurin Gabriele Muccino und Drehbuchautor Steven Conrad seiner Geschichte angenommen.
San Francisco 1981. Chris Gardner (Will Smith) und seine Frau Linda (Thandie Newton) führen ein typisch amerikanisches Leben an der Grenze zur Armut. Nachdem beide vor 5 Jahren von der Idee überzeugt waren all ihr Gespartes in teures medizinisches Equipment zu investieren um es profitreich an Krankenhäuser zu verkaufen, sitzen sie heute immer noch auf der Hälfte der teuren Scanner rum. Ihr Geld ist knapp, ihr Essen rar und ihre Miete im Rückstand. Doch auch wenn Chris mit Anzug und Krawatte nicht aufgibt die Geräte ambitioniert an den Mann bringen zu wollen, muss Linda inzwischen schon Doppelschichten in schlecht bezahlten Jobs annehmen. Eine Situation, die sich stark auf ihre Beziehung auswirkt. Sogar so sehr, dass sie sich eines Tages einfach ihren Sohn Christopher (Jaden Smith) schnappt mit der Idee, zu ihrer Schwester nach New York zu reisen. Und der Moment hätte nicht schlechter gewählt sein können für den hingebungsvollen Vater. Chris hat nämlich nach gezeigter Beharrlichkeit mehr schlecht als recht eine 6-monatige Wettkampf bestimmende Praktikantenstelle beim Börsenmakler Dean Witter erhalten. Unbezahlt und für eine zukünftige Anstellung mit mehr Risiken als Versprechungen verbunden, kann er Linda in letzter Minute jedoch davon überzeugen, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Doch das Leben ist wie immer alles andere als gerecht und unglückliche Umstände scheinen Chris geradezu zu verfolgen. Denn während er nun tagsüber versucht mit seinem Potential ein geordnetes Leben zu erzielen, muss er nachts stets nach einer Unterkunft für ihn und seinen Sohn ringen. Er begibt sich auf eine Odyssee an der physischen und emotionalen Grenze der Machbarkeit.
Der Film wurde vom realen Leben des Chris Gardners, der inzwischen seine Autobiographie geschrieben hat, nur leicht abgeändert. Er ist kein Werk das einen himmelhoch jauchzend in gute Stimmung bringen soll, sondern eher eine Widerspiegelung der dramatischen Verhältnisse seines damaligen Lebens. Mehr noch, es ist vor allem ein Film der Vaterliebe portraitiert. Eine Vater-Sohn Beziehung, die buchstäblich durch Dick und Dünn geht.
Will Smith spielt die Rolle des Chris Gardner. Ein Mann der immer beste schulische Noten erzielte und durch ungünstige Zufälle auf der Schattenseite des Lebens landete. Er scheint sich konstant rennend auf dünnem Eis zu befinden mit mehr Töpfen auf dem Herd als er händeln kann. So kümmert er sich um die Erziehung und das Wohlbefinden seines Sohnes während er gleichzeitig aber auch versucht Geld in die Taschen zu bekommen. Aufgeben kommt ihm dabei nicht in den Sinn, denn das würde verlieren bedeuten. Und das letzte was er für seinen Sohn will, ist ein Verlierer zu sein. Smith zeigt dabei zu welch gutem Schauspieler er seit ‚Prince of Bel Air’ herangereift ist und beweist in diesem Film ganze Bandbreite. Doch vielleicht hatte er es auch einfach, mit seinem eigenen Sohn an seiner Seite. Jaden Smith der in der Rolle des Christopher Gardner prämiert, konnte bei seinem Vater mit ein wenig Vorstellungskraft wahrscheinlich besser Emotionen erringen als jeder andere Jungschauspieler. Das fantastische an ihrer Leistung ist die nicht überzogene Beziehung. Sie fühlen sich wohl miteinander ohne sich jedoch übertriebene Aufmerksamkeit zu schenken. Und Jaden hat definitiv Talent. Er könnte die männliche Antwort auf Dakota Fanning sein.
Seine Frau Linda, gespielt von einer knochigen Thandie Newton, kann den Stress und die Sorge ums Überleben nicht mehr länger verkraften. Ihre Liebe zu ihrem Mann scheint sie schon lange verloren zu haben. Und auch wenn sie ihren Sohn liebt, so weiß sie um ihre eigene Unfähigkeit. Newton hat dabei den Part des Bösewichts erwischt. Sie wird in ihrer Rolle als geduldlose Ehefrau und aufgebende Mutter keine Sympathie des Zuschauers erhalten.
Der echte Chris Gardner, der seit Bekanntgabe des Filmes etliche Interviews gab und in unzähligen Talkshows zu sehen war, läuft am Ende des Filmes in teurem Zwirn über SF’s Strassen. Seine Geschichte ist das Sinnbild für das am Anfang erwähnte Sprichwort. Und wahrscheinlich warum auch dieses Jahr wieder horrende Anzahlen an Green Cards ausgestellt werden.
Auch wenn sich der deutsche Titel „Das Streben nach Glück“ eigentlich mehr nach einer Überschrift auf einem Sekten-Handout anhört, handelt der Film doch nur um eines – Vaterliebe. Als Thema noch heute aktuell, zeigt er uns wie nah wir täglich am Abgrund stehen, wie schnell man tief fallen kann und wie schwer es ist aus dem Loch wieder herauszuklettern. Ein Film der das Leben von Millionen von Menschen portraitiert.
Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. So wird es doch immer wieder angepriesen, wenn es sich um Zukunftsträume handelt. Jährlich versuchen Millionen von Menschen dort ihr Glück, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen. Dabei vergessen viele, dass jährlich Millionen von Menschen auf ihrem Weg dahin einfach nur versuchen, ein Dach über dem Kopf zu behalten. Ein Paradebeispiel dafür ist Chris Gardner.
Ein intelligenter und arbeitswilliger Ehemann und Vater, der trotz immer wiederkehrender Enttäuschungen täglich ums Überleben seiner Träume kämpft. Basierend auf einem 20/20 Bericht über den jetzigen erfolgreichen San Francisco Börsenmakler, der einst Armut, Schulden und Obdachlosigkeit durchlebte, hat sich Regisseurin Gabriele Muccino und Drehbuchautor Steven Conrad seiner Geschichte angenommen.
San Francisco 1981. Chris Gardner (Will Smith) und seine Frau Linda (Thandie Newton) führen ein typisch amerikanisches Leben an der Grenze zur Armut. Nachdem beide vor 5 Jahren von der Idee überzeugt waren all ihr Gespartes in teures medizinisches Equipment zu investieren um es profitreich an Krankenhäuser zu verkaufen, sitzen sie heute immer noch auf der Hälfte der teuren Scanner rum. Ihr Geld ist knapp, ihr Essen rar und ihre Miete im Rückstand. Doch auch wenn Chris mit Anzug und Krawatte nicht aufgibt die Geräte ambitioniert an den Mann bringen zu wollen, muss Linda inzwischen schon Doppelschichten in schlecht bezahlten Jobs annehmen. Eine Situation, die sich stark auf ihre Beziehung auswirkt. Sogar so sehr, dass sie sich eines Tages einfach ihren Sohn Christopher (Jaden Smith) schnappt mit der Idee, zu ihrer Schwester nach New York zu reisen. Und der Moment hätte nicht schlechter gewählt sein können für den hingebungsvollen Vater. Chris hat nämlich nach gezeigter Beharrlichkeit mehr schlecht als recht eine 6-monatige Wettkampf bestimmende Praktikantenstelle beim Börsenmakler Dean Witter erhalten. Unbezahlt und für eine zukünftige Anstellung mit mehr Risiken als Versprechungen verbunden, kann er Linda in letzter Minute jedoch davon überzeugen, das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Doch das Leben ist wie immer alles andere als gerecht und unglückliche Umstände scheinen Chris geradezu zu verfolgen. Denn während er nun tagsüber versucht mit seinem Potential ein geordnetes Leben zu erzielen, muss er nachts stets nach einer Unterkunft für ihn und seinen Sohn ringen. Er begibt sich auf eine Odyssee an der physischen und emotionalen Grenze der Machbarkeit.
Der Film wurde vom realen Leben des Chris Gardners, der inzwischen seine Autobiographie geschrieben hat, nur leicht abgeändert. Er ist kein Werk das einen himmelhoch jauchzend in gute Stimmung bringen soll, sondern eher eine Widerspiegelung der dramatischen Verhältnisse seines damaligen Lebens. Mehr noch, es ist vor allem ein Film der Vaterliebe portraitiert. Eine Vater-Sohn Beziehung, die buchstäblich durch Dick und Dünn geht.
Will Smith spielt die Rolle des Chris Gardner. Ein Mann der immer beste schulische Noten erzielte und durch ungünstige Zufälle auf der Schattenseite des Lebens landete. Er scheint sich konstant rennend auf dünnem Eis zu befinden mit mehr Töpfen auf dem Herd als er händeln kann. So kümmert er sich um die Erziehung und das Wohlbefinden seines Sohnes während er gleichzeitig aber auch versucht Geld in die Taschen zu bekommen. Aufgeben kommt ihm dabei nicht in den Sinn, denn das würde verlieren bedeuten. Und das letzte was er für seinen Sohn will, ist ein Verlierer zu sein. Smith zeigt dabei zu welch gutem Schauspieler er seit ‚Prince of Bel Air’ herangereift ist und beweist in diesem Film ganze Bandbreite. Doch vielleicht hatte er es auch einfach, mit seinem eigenen Sohn an seiner Seite. Jaden Smith der in der Rolle des Christopher Gardner prämiert, konnte bei seinem Vater mit ein wenig Vorstellungskraft wahrscheinlich besser Emotionen erringen als jeder andere Jungschauspieler. Das fantastische an ihrer Leistung ist die nicht überzogene Beziehung. Sie fühlen sich wohl miteinander ohne sich jedoch übertriebene Aufmerksamkeit zu schenken. Und Jaden hat definitiv Talent. Er könnte die männliche Antwort auf Dakota Fanning sein.
Seine Frau Linda, gespielt von einer knochigen Thandie Newton, kann den Stress und die Sorge ums Überleben nicht mehr länger verkraften. Ihre Liebe zu ihrem Mann scheint sie schon lange verloren zu haben. Und auch wenn sie ihren Sohn liebt, so weiß sie um ihre eigene Unfähigkeit. Newton hat dabei den Part des Bösewichts erwischt. Sie wird in ihrer Rolle als geduldlose Ehefrau und aufgebende Mutter keine Sympathie des Zuschauers erhalten.
Der echte Chris Gardner, der seit Bekanntgabe des Filmes etliche Interviews gab und in unzähligen Talkshows zu sehen war, läuft am Ende des Filmes in teurem Zwirn über SF’s Strassen. Seine Geschichte ist das Sinnbild für das am Anfang erwähnte Sprichwort. Und wahrscheinlich warum auch dieses Jahr wieder horrende Anzahlen an Green Cards ausgestellt werden.
Auch wenn sich der deutsche Titel „Das Streben nach Glück“ eigentlich mehr nach einer Überschrift auf einem Sekten-Handout anhört, handelt der Film doch nur um eines – Vaterliebe. Als Thema noch heute aktuell, zeigt er uns wie nah wir täglich am Abgrund stehen, wie schnell man tief fallen kann und wie schwer es ist aus dem Loch wieder herauszuklettern. Ein Film der das Leben von Millionen von Menschen portraitiert.