Ja, liebe Comedy-Freunde, bald ist es tatsächlich soweit. Eine der erfolgreichsten Sitcoms der Welt neigt sich dem Ende zu. „The King Of Queens“ wird wahrscheinlich für viele Menschen zu einem wunderbaren Stück Alltag geworden sein, in den letzten 10 Jahren. In den letzten zwei Staffeln wurde für Doug und Carrie das Show-Biz wohl auch zum Alltag – und deshalb ist es wichtig UND richtig, einer Erfolgsstory ein würdiges Ende zu bereiten.
Man kennt die Prozedur. Nach einem anstrengenden Arbeitstag betritt man vollkommen entkräftet die Wohnung, lässt sich in den Sessel oder aufs Bett fallen und schaltet ganz automatisch die Flimmerkiste an. Da die meisten Menschen zwischen 18 und 20 Uhr nach Hause kommen, dürfte es auch weit verbreitet sein, dass in dieser Zeit ausschließlich Müll im deutschen TV läuft. Bis auf wenige Ausnahmen, die da heißen: „The Simpsons“ und „The King Of Queens“.
Letztgenannte Serie existiert seit nunmehr 9 Jahren. Neun Jahre, in denen man den tollpatschigen Doug, die streitsüchtige Carrie und nicht zu vergessen den großartigen Arthur lieb gewonnen hat und viele Menschen sich mit den Alltagssituationen der Serie identifizieren konnten. Aufgrund des allgemein hohen Bekanntheitsgrades bedarf es an dieser Stelle wohl keiner Inhaltsangabe, für Unaufgeklärte gibt’s ja noch Wikipedia. Neun Jahre brachten neben vielen witzigen Momenten auch neun Staffeln, von denen man momentan sieben auf DVD käuflich erwerben kann. Die 7. Staffel kam erst vor kurzem, am 9. März 2007 in die Läden und ging weg, wie heiße Semmeln.

Was im Endeffekt das Erfolgsrezept für die standhafte Sitcom war, ist einfach zu erklären: Durchschnittlichkeit, wohin man schaut. „The King Of Queens“ war definitiv durchschnittlich produziert, besaß ein durchschnittliches Drehbuch und durchschnittlich intelligente Witze. Ganz abgesehen von – bis auf Arthur-Darsteller Jerry Stiller – durchschnittlich talentierte Schauspielern. Doch das Konzept „Durchschnitt“ war eiskalt ausgetüftelt und funktionierte ebenso. Menschen lieben eben das „Normale“, das „Alltägliche“, weil sie ständig damit konfrontiert werden und sich damit identifizieren können. Darum hatten by the way mit Sicherheit auch sämtliche ZDF-Vorabendserien in der Vergangenheit relevante Quoten zu vermelden. Es ist eben leichter den Alltagsanzug abends anzubehalten, als ihn mühevoll abzustreifen.
„King Of Queens“ orientierte sich stets an der amerikanischen Mittelschicht, die in vielen Punkten der deutschen auf erschreckende Weise ähnelt. Polarisiert hat die Serie hingegen nie. Es gab im Grunde nur eine verschwindend geringe Anzahl Menschen, die hier den Kritikhammer auspackten und ‚ne Runde „Hau den Doug“ spielten. Dafür lieferte „King Of Queens“ stets zu wenig Angriffsfläche.

Am 21. Mai 2007 wird die Herrschaft über dem Comedy-Thron für „The King Of Queens“ wohl endgültig zu Ende sein. Nach den letzten beiden schwachen Staffeln hat auch diese Serie ihren Zenit überschritten, trotz allem hätte sie ein würdiges Ende und vor allem einen würdigen Nachfolger verdient. Schade nur, dass da momentan weit und breit keiner in Sicht ist…










