In den 80er Jahren war ich gerade alt genug, mir den Originalfilm „The Hitcher“ mit Rutger Hauer, C. Thomas Howell und Jennifer Jason Leigh anzusehen. Ein, für die damaligen „Thrillerverhältnisse“ richtig guter Film möchte ich sagen, bei dem so manch einer auf seinem Sitz tatsächlich noch hin und herrutschte.
Doch dieser Klassiker würde heute als alter Schinken gelten. Die jüngere Generation würde ihn eher belächeln als sich dabei auch nur in irgendeiner Form zu ängstigen. Warum?’ Das sollte sich mit der „Saw“-Reihe von ganz allein beantworten. Doch Qualität hin oder her, das Konzept des Filmes war sehr gut. Und, nicht so ganz fernab der Realität. Dave Meyers, der Regisseur der Neuauflage mit dem gleichen Titel hat sich nun zusammen mit dem Drehbuchautor Eric Red, der auch schon das Drehbuch für den 86er Streifen lieferte, die Aufgabe gestellt, den Horror/Thriller noch einmal aufleben zu lassen. Die Frage ist nur, wie erfolgreich sie damit waren.
Collegepärchen Grace Andrews (Sophia Bush) und Jim Halsey (Zachary Knighton) sind mit ihrem Auto auf dem Weg nach Mexiko. Es ist Spring Break und Grace möchte Jim endlich ihren Freundinnen vorstellen. Doch als es Nacht wird und heftig regnet, hätte Jim fast einen mitten auf der Strasse stehenden Mann überfahren. Es sieht wohl so aus, als hätte dieser eine Autopanne. Fest entschlossen keinen Fremden in irgendeiner Weise nur anzusprechen geschweige denn überhaupt mitzunehmen, überredet Grace ihren Freund dazu einfach weiterzufahren und Hilfe vorbeizuschicken. An einer Tankstelle kurze Zeit später aber treffen sie auf diesen Mann. Sein Name ist John Ryder (Sean Bean) und er bittet Jim um eine Mitfahrgelegenheit zum nächst besten Hotel. Peinlich berührt aufgrund der Vorgeschichte, willigt Jim ein. Doch die Fahrt gestaltet sich alles andere als angenehm für das junge Paar. Und spätestens als Ryder Grace mit einem Messer bedroht und Jim befiehlt ‚Ich möchte sterben’ zu sagen, steht für beide fest: in ihrem Auto sitzt ein Psychopath. Das Problem ist nur, so schnell kommen sie nicht von ihm los…
Der Film ist ehrlich gesagt gar nicht so schlecht wie ich ursprünglich angenommen habe. Aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass bis auf ein paar Ausnahmen das Drehbuch nahezu eins zu eins übernommen wurde. Eric Red hat da wohl einfach nur seinen Schrank aufgeräumt. Allerdings hat er die Rollen umgedreht. Denn entgegen der Originalversion ist bei „The Hitcher“ (2007) nicht Jim Halsey sondern die neu erfundene Grace die Hauptperson. Sie verkörpert im Zusammenhang mit Jim mehr oder weniger die Rolle der damaligen Kellnerin Nash (Jennifer Jason Leigh) und muss sich durch alle physischen und psychischen Strapazen des John Ryder durchkämpfen. Und die beinhalten vor allem rabiat abgeschlachtete und in den Kopf geschossene Personen. Und da sind wir auch bei Sophia Bush, bekannt aus ‘One Tree Hill’. Sie scheint sich so langsam aber sicher von den Teenie Serien verabschieden zu wollen. Muss sie wohl auch, wenn sie eine Zukunft im Hollywoodgeschäft haben und eines Tages begehrte Preise gewinnen möchte. Aber sie spielt ihre Rolle erstaunlicherweise souverän und glaubhaft. College Studentin eben.
Zachary Knighton, ebenfalls jemand, der mehr in Serien als in Filmen zu Hause ist, bekommt von mir nicht minder Respekt in seiner Rolle. Und das, obwohl er mir vollkommen neu ist. Bei den bisherigen oftmals kurzlebigen Projekten seinerseits aber auch verständlich. Aber sein Portrait des Jim nehme ich ihm ab. Denn, auch wenn er im Film den gleichen Namen wie sein Vorgänger trägt, so ist sein Schicksal dieses mal neu erfunden worden.
Sean Bean (North Country, Silent Hill) allerdings, der hier als mörderischer Stalker mit dem verbissenen Blick mehr oder weniger Rutger Hauer mimt, hatte es nicht ganz so einfach. Im Gegensatz zu Hauer sieht er mir nicht psychopatisch genug aus. Hauer verkörperte eine gewisse Ruhe in der Rolle. Bean ist mir ein wenig zu euphorisch. Aber das ist vielleicht Ansichtssache. Zumal ich beide Versionen kenne.
„The Hitcher“ hatte schon einmal ein Sequel hervorgebracht. Das war 2003 mit dem Namen „The Hitcher 2: I’ve been waiting“. Damals spielte zwar Howell wieder die Rolle des Jim Halsey, Rutger wurde aber mit Jake Busey (Identity) ersetzt. Ich nehme an, Fans waren nicht besonders begeistert, denn der Film machte sich nicht so gut. Und das, obwohl Eric Red das Drehbuch schrieb.
„The Hitcher“ (2007) scheint nun wohl das gleiche Schicksal zu treffen. Nicht nur, dass der Film bisher gerade mal 17 Mio. Dollar einspielte, er wurde auch schon nach 5 Wochen aus den amerikanischen Kinos genommen. Eine Schande finde ich, denn das Original – obwohl ein Klassiker – machte nicht viel mehr Geld. Und der Film ist wirklich nicht schlecht. Mittelmäßig, aber nicht schlecht. Und mittelmäßig auch nur, weil im Großen und Ganzen keine neuen oder dramatischeren Szenen eingebaut wurden. Eric Red hielt sich fast genau an den Vorgänger und brachte nur neue Personen in den Cast. Wer also die alte Version nicht kennt, müsste ihn ok finden.
In den 80er Jahren war ich gerade alt genug, mir den Originalfilm „The Hitcher“ mit Rutger Hauer, C. Thomas Howell und Jennifer Jason Leigh anzusehen. Ein, für die damaligen „Thrillerverhältnisse“ richtig guter Film möchte ich sagen, bei dem so manch einer auf seinem Sitz tatsächlich noch hin und herrutschte.
Doch dieser Klassiker würde heute als alter Schinken gelten. Die jüngere Generation würde ihn eher belächeln als sich dabei auch nur in irgendeiner Form zu ängstigen. Warum?’ Das sollte sich mit der „Saw“-Reihe von ganz allein beantworten. Doch Qualität hin oder her, das Konzept des Filmes war sehr gut. Und, nicht so ganz fernab der Realität. Dave Meyers, der Regisseur der Neuauflage mit dem gleichen Titel hat sich nun zusammen mit dem Drehbuchautor Eric Red, der auch schon das Drehbuch für den 86er Streifen lieferte, die Aufgabe gestellt, den Horror/Thriller noch einmal aufleben zu lassen. Die Frage ist nur, wie erfolgreich sie damit waren.
Collegepärchen Grace Andrews (Sophia Bush) und Jim Halsey (Zachary Knighton) sind mit ihrem Auto auf dem Weg nach Mexiko. Es ist Spring Break und Grace möchte Jim endlich ihren Freundinnen vorstellen. Doch als es Nacht wird und heftig regnet, hätte Jim fast einen mitten auf der Strasse stehenden Mann überfahren. Es sieht wohl so aus, als hätte dieser eine Autopanne. Fest entschlossen keinen Fremden in irgendeiner Weise nur anzusprechen geschweige denn überhaupt mitzunehmen, überredet Grace ihren Freund dazu einfach weiterzufahren und Hilfe vorbeizuschicken. An einer Tankstelle kurze Zeit später aber treffen sie auf diesen Mann. Sein Name ist John Ryder (Sean Bean) und er bittet Jim um eine Mitfahrgelegenheit zum nächst besten Hotel. Peinlich berührt aufgrund der Vorgeschichte, willigt Jim ein. Doch die Fahrt gestaltet sich alles andere als angenehm für das junge Paar. Und spätestens als Ryder Grace mit einem Messer bedroht und Jim befiehlt ‚Ich möchte sterben’ zu sagen, steht für beide fest: in ihrem Auto sitzt ein Psychopath. Das Problem ist nur, so schnell kommen sie nicht von ihm los…

Der Film ist ehrlich gesagt gar nicht so schlecht wie ich ursprünglich angenommen habe. Aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass bis auf ein paar Ausnahmen das Drehbuch nahezu eins zu eins übernommen wurde. Eric Red hat da wohl einfach nur seinen Schrank aufgeräumt. Allerdings hat er die Rollen umgedreht. Denn entgegen der Originalversion ist bei „The Hitcher“ (2007) nicht Jim Halsey sondern die neu erfundene Grace die Hauptperson. Sie verkörpert im Zusammenhang mit Jim mehr oder weniger die Rolle der damaligen Kellnerin Nash (Jennifer Jason Leigh) und muss sich durch alle physischen und psychischen Strapazen des John Ryder durchkämpfen. Und die beinhalten vor allem rabiat abgeschlachtete und in den Kopf geschossene Personen. Und da sind wir auch bei Sophia Bush, bekannt aus ‘One Tree Hill’. Sie scheint sich so langsam aber sicher von den Teenie Serien verabschieden zu wollen. Muss sie wohl auch, wenn sie eine Zukunft im Hollywoodgeschäft haben und eines Tages begehrte Preise gewinnen möchte. Aber sie spielt ihre Rolle erstaunlicherweise souverän und glaubhaft. College Studentin eben.
Zachary Knighton, ebenfalls jemand, der mehr in Serien als in Filmen zu Hause ist, bekommt von mir nicht minder Respekt in seiner Rolle. Und das, obwohl er mir vollkommen neu ist. Bei den bisherigen oftmals kurzlebigen Projekten seinerseits aber auch verständlich. Aber sein Portrait des Jim nehme ich ihm ab. Denn, auch wenn er im Film den gleichen Namen wie sein Vorgänger trägt, so ist sein Schicksal dieses mal neu erfunden worden.
Sean Bean (North Country, Silent Hill) allerdings, der hier als mörderischer Stalker mit dem verbissenen Blick mehr oder weniger Rutger Hauer mimt, hatte es nicht ganz so einfach. Im Gegensatz zu Hauer sieht er mir nicht psychopatisch genug aus. Hauer verkörperte eine gewisse Ruhe in der Rolle. Bean ist mir ein wenig zu euphorisch. Aber das ist vielleicht Ansichtssache. Zumal ich beide Versionen kenne.
„The Hitcher“ hatte schon einmal ein Sequel hervorgebracht. Das war 2003 mit dem Namen „The Hitcher 2: I’ve been waiting“. Damals spielte zwar Howell wieder die Rolle des Jim Halsey, Rutger wurde aber mit Jake Busey (Identity) ersetzt. Ich nehme an, Fans waren nicht besonders begeistert, denn der Film machte sich nicht so gut. Und das, obwohl Eric Red das Drehbuch schrieb.
„The Hitcher“ (2007) scheint nun wohl das gleiche Schicksal zu treffen. Nicht nur, dass der Film bisher gerade mal 17 Mio. Dollar einspielte, er wurde auch schon nach 5 Wochen aus den amerikanischen Kinos genommen. Eine Schande finde ich, denn das Original – obwohl ein Klassiker – machte nicht viel mehr Geld. Und der Film ist wirklich nicht schlecht. Mittelmäßig, aber nicht schlecht. Und mittelmäßig auch nur, weil im Großen und Ganzen keine neuen oder dramatischeren Szenen eingebaut wurden. Eric Red hielt sich fast genau an den Vorgänger und brachte nur neue Personen in den Cast. Wer also die alte Version nicht kennt, müsste ihn ok finden.










