19th May 2012

Albumreview: Misery Signals – Controller

Posted by Ole Grabowsky on November-24-2009 Add Comments

Misery Signals - Controller
„Controller“ ist das dritte Album von Misery Signals, eine Band die schon mit ihren ersten beiden Alben ihren Ausnahmestatus im Metalcore bewiesen hat. Zu hören gibt es progressiven und atmosphärischen Metalcore, der Shai Hulud als großes Vorbild zitiert.

Von diesen leihen sich Misery Signals die atmosphärischen Gitarren, komplexen Songstrukturen und die düsteren, emotionalen Texte. Diese erhalten sowohl inhaltlich als auch gesanglich einen Hardcoretouch, in tougher aber nicht stumpfer Weise werden hier Emotionen und Gefühle verarbeitet.

Misery Signals

So heißt es in „Labyrinthian“:

So here I stand
This battered path laid out before me
And no one said this would be easy
But it’s something I must do for myself
It’s going to be a long hard road
Which I will walk alone

Wie jedes Misery Signals Album hat „Controller“ wieder einen ganz eigenen Sound. Charakteristisch ist hier der neue Gesangsstil von Karl, dem Shouter. Dieser ist sehr tief und düster aber trotz alle Härte sehr verständlich, was die Texte sehr intensiv rüberkommen lässt. Dazu kommt neuerdings sehr gelungener Klargesang in der Videosingle „A Certain Death“ und bei „Ebb And Flow“.

Außerdem ist das Album sehr stark produziert, die atmosphärischen Gitarrenharmonien kommen dadurch noch deutlicher heraus. So fängt beispielsweise „Coma“ derart atmosphärisch an, dass ich beim Hören ans letzte Circa Survive Album denken musste. Technisch und songwriterisch überragend, sticht besonders das Schlagzeugspiel hervor. Aber auch die anderen Mitglieder leisten Großes an ihren Instrumenten, z.b. die subtilen Gitarrenmelodien. Es finden sich viele Highlights und Aha-Momente, und man kann von einem sehr starken und abwechslungsreichen Album sprechen.

Misery Signals Logo

Mit „Controller“ positionieren sich Misery Signals als ein echtes Highlight im stagnierenden Metalcore und erreichen nach dem schwächeren „Mirrors“ das Niveau von „Of Malice And Magnum Heart“. Es braucht vielleicht seine Zeit, bis man die Stärke von Misery Signals entdeckt und sich an die düsteren Shouts gewöhnt, aber dafür lohnt es sich dann umso mehr und man entdeckt diese sehr atmosphärische und emotionale Musik für sich.


Bewertung:

Bewertung 5 von 5


Album-Snippet:


Informationen zu Misery Signals:

Genre: Progressive Metalcore
Myspace: http://www.myspace.com/miserysignals
Last.fm: http://www.last.fm/music/Misery+Signals
Offizielle Homepage: (mit kostenlosen Songs): http://www.miserysignals.net/
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Misery_Signals
Laut.de: http://www.laut.de/wortlaut/artists/m/misery_signals/index.htm


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