Besser spät als nie, ist das Motto bei der Review zu „Jennifer’s Body“. Zwar ist der Film bereits seit Anfang November im Kino, dennoch hat sich PASSTHESTYLE.COM nicht nehmen lassen, den sexy Streifen mit Megan Fox („Transformers“) zu bewerten.
Welchen Superlativ hat man dieser Tage eigentlich noch nicht in Bezug auf Hollywoods New Darling Megan Fox zu hören bekommen? Bereits jetzt wird sie als „sexiest woman alive“ gehandelt, als dunkelhaarige Marilyn Monroe oder als Retter der stagnierenden Hollywood-Dynastie bezeichnet. Eins steht also von vornherein fest: Die an Fox gestellte Erwartungshaltung kann nie und nimmer erfüllt werden. Sicher, ihr Auftritt an der Seite von Shia LaBeouf in den beiden „Transformers“-Teilen war nicht nur nett, er war super heiß. Und wer in Hollywood als Talent mit Sexappeal gehandelt wird, spielt über kurz oder lang in einem Horrorfilm mit, um das Image weiter auszubauen. So auch im Falle Fox, deren Hauptrolle in „Jennifer’s Body“ mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet werden muss.

Recht abrupt und ohne große Umschweife, wird man in die Story eingeführt. Jennifer Check ist an der örtlichen Highschool der absolute Hingucker. Da ist es für viele verwunderlich, dass ihre beste Freundin, Needy (Amanda Seyfield) den Ruf des Nerds inne hat und ebenso sich kleidet. Selbst ihr Freund Chip (Johnny Simmons), kann nicht nachvollziehen, als Jennifer eines Abends unbedingt mit Needy in eine Bar aufbrechen will, in der die Rockband „Low Shoulders“ auftritt. Scheinbar zufällig geht die Bar an diesem Abend in Flammen auf und Jennifer wird vom Leadsänger der Band (Adam Brody) in Bandvan gekidnappt. Die unter Schock stehende Needy macht sich alleine auf den Heimweg und muss zuhause erschrocken feststellen, dass Jennifer Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Blutüberströmt steht sie in Needys Küche.

Tags darauf findet man den Kapitän des Highschool-Footballteams zerfleischt im Wald und Needy fängt an, die Geschehnisse zu hinterfragen. Langsam aber sicher kommt sie auf die dunkle Spur ihrer besten Freundin und wird so selbst zur Zielscheibe Jennifers, die sich weiter daran vergnügt, Jungs erst den Kopf zu verdrehen um sie dann zu verspeisen.
Was bei „Jennifer’s Body“ in erster Linie hinkt, ist die Story. Zwar erwartet man sicher von einem Horrorfilm kein storytechnisch bis ins letzte ausgefeilte Meisterwerk, doch zumindest einen roten Faden, an dem man sich orientieren kann. Die Handlungsstränge sind zwar gut inszeniert, verebben aber teilweise im Nichts. Weniger ist mehr, wäre hier die treffende Devise gewesen. Zudem ist „Jennifer’s Body“ ein typischer Hollywood-Horror, behaftet mit etlichen Klischees. Natürlich ist es nur gut und billig, Megan Foxs absolut bemerkenswerten Körper ins rechte Licht zu rücken, nicht umsonst gab man dem Film den selbsterklärenden Titel. Doch wie so oft hat Regisseurin Karyn Kusama („Aeon Flux“) das Band überdehnt. Zwischendurch ist man fast schon genervt vom ständigen Kameraschwenk auf Jennifers aphrodisierende Köperteile.

Da ist es eine wahre Wohltat, Amanda Seyfield in der ernstzunehmenden Rolle der Needy zu sehen. Trotz Streberbrille und fraglichem Modegeschmack ist sie der heimliche Star des Films. Und das schreibt ein Mann, der Megan Fox durchaus als attraktiv bezeichnen würde. Neben der netten Off-Stimme, die mancher Stelle des Films sogar einen Hauch Humor gibt, sind Szenen mit Seyfield immer von einer gewissen Ästhetik geprägt, die den Fox-Szenen auch gut gestanden hätten.

„Jennifer’s Body“ stellt sich als durchwachsener Genre-Bastard heraus, der leider nicht das hält, was die PR-Maschinerie verspricht. Elemente aus klassischen Teenie-Filmen machen den Soft-Horror des Film nicht gerade attraktiver. Fast schon eine Unverschämtheit, dem Film keine Jugendfreigabe zu erteilen. Zumal selbst die sexy Szenen mit Megan Fox harmloser sind, als jeder „American Pie“ Streifen. Wer sich dennoch am schönen It-Girl nicht satt sehen kann und eine hervorragende Amanda Seyfield erleben möchte, dem ist „Jennifer’s Body“ ohne Zweifel ans Herz zu legen. Allen anderen sei dazu geraten, sich die „Transformers“ Blue-Ray unter den Weihnachtsbaum legen zu lassen.
Bewertung:

Filminformationen:
Genre: Horror-Komödie
Kinostart: 05.11.2009
Regie: Karyn Kusama
Drehbuch: Diablo Cody
Schauspieler: Megan Fox, Amanda Seyfield, Johnny Simmons, Adam Brody
Offizielle Website: http://www.jennifersbody.com
Trailer: Jetzt anschauen!
IMDB-Seite: http://www.imdb.com/title/tt1131734/











Filmreview zu "Jennifer's Body" mit Megan Fox: http://passthestyle.com/2009/11/filmreview-jennifers-body/
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