Ein Film – eine Botschaft – eine Entscheidung. Das ist im wesentlichen die Beschreibung des Computer Animationsfilmes ‚Happy Feet’, der hauptsächlich selbst den Kleinsten unter uns das unaufhaltsame Umweltdrama näher bringen soll. Ein Film, der auf charmante, hinreißende, herzerweichende und abenteuerlustige Art und Weise auch dem männlichsten aller Männer, das Herz pumpen lässt.
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FIlmreview: Happy Feet
Ein Film – eine Botschaft – eine Entscheidung. Das ist im wesentlichen die Beschreibung des Computer Animationsfilmes ‚Happy Feet’, der hauptsächlich selbst den Kleinsten unter uns das unaufhaltsame Umweltdrama näher bringen soll. Ein Film, der auf charmante, hinreißende, herzerweichende und abenteuerlustige Art und Weise auch dem männlichsten aller Männer, das Herz pumpen lässt.
Der Baby Pinguin namens Mumble hat ein Problem. Als er endlich aber auf ungewöhnliche Weise das Licht der Welt erblickt stellen seine Eltern Memphis und Norma-Jean fest – er kann nicht singen. Eine Tragödie unter den ‘normalen echten’ Pinguinen, für die der Gesang zur Paarung wichtig ist. Besorgt um seine Zukunft arrangieren Memphis und Norma-Jean daher private Gesangsstunden. Doch selbst der intensivste Unterricht lässt seinem kleinen Rachen keine einzige nutzvolle Note entkommen. Noch viel schlimmer, als er von der Lehrerin gebeten wird sein tiefstes Inneres zum Ausdruck zu bringen, bewegen sich plötzlich seine Füße a la Fred Astaire übers rutschige Eis. Statt nämlich wie alle anderen von Herzen zu singen, kann er von Herzen tapdancen. Wie er feststellen muss, ein unverständliches und absolut unwillkommenes Talent in der Kommune, welches selbst zum Ausschluss am offiziellen Pinguin-Abschluss führt. Doch Mumble, auch wenn er von seinen Artgenossen gemieden wird, lebt nicht unbedingt ein langweiliges Leben. Im Gegenteil. Immer gerade dann, wenn er sich mal wieder mutterseelenallein auf den eisigen Weiten befindet passiert etwas ungewöhnliches. Mal wird er als Futter gejagt, mal trifft er liebevolle coole Party-Minipinguine und mal sieht er seltsame außerirdische Dinge in den Tiefen des Meeres verschwinden.
Doch sein ohnehin schon schwieriges Dasein nimmt eine katastrophale Wende, als er vom Ältestenrat auch noch für den geringen Fischvorrat verantwortlich gemacht wird. Betitelt als faules Ei inmitten harmoniebedürftiger Artgenossen, das weder singen kann noch das richtige Aussehen hat, so der Rat, sorgt er allein für die Verärgerung des großen Fisch-Gottes. Und da die Nahrungskette inzwischen vollkommen durcheinander und jeder hungrig ist, sind sich schnell alle einig. Mumble wird verstoßen. Daher gibt es für ihn nur eine einzige Lösung – er muss herausfinden was mit den Fischen passierte. Mumble macht sich auf einen riskanten Weg…
Sicherlich eine Anknüpfung an den international bekannten Dokumentarfilm „Der Marsch der Pinguine“ ist ‘Happy Feet’, unter der Regie von Oscar Nominee George Miller (Babe, Lorenzo’s Oil), ein wundervoller mit Hang zum Detail animierter Film für Groß und Klein. Eine einzigartige bildliche Darstellung der die jungen Menschen erziehen und die älteren aufrütteln soll. Dabei widmet sich Miller im Großen und Ganzen zwei für die Menschheit wichtigen Themen: der sozialen Eingliederung von wegen ‚du bist anders also gehörst du nicht zu uns’ und der bisher leider immer noch wahllosen Plünderung der Meere und ihrer Konsequenzen. Zwei Mitteilungen, die in unserer heutigen Welt sogar individuell einsetzbar sind. Und um genau diese Themen jedem einzelnen von uns näher bringen zu können, zieht er alle nur möglichen Register für den unterhaltsamen Erfolg: witzigen Humor, hinreißende Romantik, trauriges Drama, fantastische Musik und ganz wichtig – die Stimmen der großen Stars. Und diese Stimmen sind bei ‚Happy Feet’ reichlich vertreten, sogar gesanglich. Hugh Jackman, Nicole Kidman, Elijah Wood, Brittany Murphy, Robin Williams, Fat Joe, Chrissie Hynde und der leider inzwischen verstorbene Steve Irwin, um nur einige Größen zu nennen. Hierbei aber absolut erwähnenswert ist der stimmlich facettenreiche Robin Williams. Er kann mit seinem Talent wirklich jede Figur zum Leben erwecken. In diesem Fall sogar in dreifacher Form – als gediegener Geschichtenerzähler, als mexikanischer Vollblut Pinguinlover und als arroganter Mini-Pinguin Guru.
Doch auch wenn die Botschaften zweifellos jeden erreichen werden, spart der Film auch nicht an lehrreichen Mitteilungen hinsichtlich des sozialen Verhaltens der Pinguine. Wie schon bei ‚Marsch der Pinguine’ wird auch hier auf den Ablauf der Paarung, des Brütens, der Nahrungssuche und des Zusammenhalts aufmerksam gemacht. Ein Beiprodukt wichtig zum Erfolg, der dem Zuschauer nicht nur den Federkopf im Frack zeigen sondern auch die Intelligenz des Tieres erklären soll. Denn hat das Kind erstmal einen Namen…
Ich könnte nun auf die verschiedensten Szenen des Filmes näher eingehen, versuche dieses aber zu vermeiden. Warum? Weil es einerseits so viele gute gibt, das ich einfach nicht wählen kann, und andererseits, weil der Text so verdammt schnell geht, das ich Schwierigkeiten hätte ihn zu wiederholen. Daher sollte man sich den Film auch in Originalfassung ansehen, denn ich bezweifele eine würdige Synchronisation mit Sinn.
Happy Feet ist eine intelligente, witzige und äußerst unterhaltsame Animation mit einer Botschaft. Meiner Meinung nach sogar der beste Animationsfilm, den ich je gesehen habe. Er wird nicht nur die Kindern sondern auch die Erwachsenen 109 Minuten lebendig unterrichten und unterhalten. Der Oscar, lieber Herr Miller, trägt schon deinen Namen…
Filmreview: Ice Age 2
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