Selten hat man ein so irreführendes Filmplakat gesehen: „Everything is Hotter Down South“ verkündet es in reißerischer Schrift. In der Mitte des Bildes sieht man einen grimmigen Samuel L. Jackson im Unterhemd, an einer schweren Kette vor ihm auf den Knien ein blondes, wohlproportioniertes Weib wie ein lüsterner Schoßhund. Man denkt, das Plakat für einen weiteren Teil der Grindhouse -Reihe vor sich zu haben oder tief in die Blaxploitation-Zeit zurückgeworfen worden zu sein. Aber weit gefehlt – denn statt stumpfem Sexismus und derber Gewalt bekommt man mit „Black Snake Moan“ ein durchaus feinfühliges und atmosphärisches Drama, das bis in die kleinste Pore vom Blues durchtränkt ist.
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Filmreview: Black Snake Moan
Filmreview: Alpha Dog
So genannte Alphatiere sind der Definition zufolge in der Regel die kräftigsten und erfahrensten Tiere einer Gruppe. Abweichend von der Definition bezeichnet man als Alpha-Tier häufig auch autoritäre, nicht kompromißbereite und/oder machtbesessene Menschen. In Nick Cassavetes neuem Film wimmelt es davon geradezu.
Filmreview: Das Streben nach Glück
Amerika – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. So wird es doch immer wieder angepriesen, wenn es sich um Zukunftsträume handelt. Jährlich versuchen Millionen von Menschen dort ihr Glück, vom Tellerwäscher zum Millionär aufzusteigen. Dabei vergessen viele, dass jährlich Millionen von Menschen auf ihrem Weg dahin einfach nur versuchen, ein Dach über dem Kopf zu behalten. Ein Paradebeispiel dafür ist Chris Gardner.
Filmreview: Blood Diamond
Selten hat mich ein Thema so bewegt wie der illegale Handel mit so genannten „Blutdiamanten“ auf dem afrikanischen Kontinent. Mit „Blood Diamond“ wird dieses unfassbare Dilemma nun endgültig ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Zeitungen nehmen das Thema wieder auf und selbst der ein oder andere TV-Sender berichtet dieser Tage über die schrecklichen Ereignisse Mitte und Ende der 90er im zweitärmsten Land dieser Erde: Sierra Leone.
Filmreview: Dreamgirls
Es gibt Leute im Fernsehen, die sind einem einfach sympathisch. Leute, denen man von ganzem Herzen den Erfolg nicht nur gönnt sondern geradezu auch wünscht. Und dabei ist es scheiß egal ob man selbst zu guter letzt immer noch Tag ein Tag aus Stulle essen muss und der Favorit inzwischen teuren Kaviar futtert.
Filmreview: Children Of Men
Wir schreiben das Jahr 2027. Die Welt ist dem Terror und der Gewalt verfallen. Angst, Elend und Machtlosigkeit spiegeln sich in den trostlosen Gesichtern der Bevölkerung wider. Eine Situation, in der auf den verkommenen grauen Straßen niemand dem grausamen Alltag entkommen kann. Überall Gewehre. Überall Schüsse. Überall Schreie. Wir haben die Hölle auf Erden. Eine Hölle, in der vor allem seit 18 Jahren Unfruchtbarkeit auf allen Kontinenten herrscht. Wir haben eine aussterbende Welt ohne Kinderlachen. Ein Ort des Horrors im aussichtslosen Kampf ums Überleben.
Filmreview: Snow Cake
Autismus ist eine Persönlichkeitsstörung, bei der sich der Betroffene von der Umwelt abkapselt und sich in die eigene Vorstellungs- und Gedankenwelt versenkt. So zumindest lautet im Großen und Ganzen die Definition, wenn man sich im Internet über die ‚Krankheit’ Autismus schlau machen möchte. Eine körperliche Verfassung, die 2-4 von 10 000 Kinder betrifft. Und vor allem auch eine ‚Krankheit’, die heutzutage zwischen dem prominenteren Aids, Alzheimer und Krebs meist in Vergessenheit gerät. Vielleicht dachten sich das auch Angela Pell und Mark Evans. Die nämlich haben zusammen einen wunderschönen und herzzerreißenden Film namens „Snow Cake“ kreiert, der sich mit diesem Thema befasst.
Filmreview: Der Teufel trägt Prada
Welche Realität sich doch manchmal in Filmen für uns widerspiegeln kann. Zumindest für die Assistentinnen/Sekretärinnen dieser Welt, welche ihre Anstellung in Multi Millionen Dollar Firmen haben. „The Devil wears Prada“, das neueste Glanzstück des Regisseurs David Frankel der eigentlich mehr in TV Produktionen (Sex and the City, Band of Brothers) zu Hause ist, wirkt in diesem Fall fast wie die Faust aufs Auge. Für den ein oder anderen – je nach professioneller Branche – vielleicht ein wenig überzogen, zeigt Frenkel auf witzige aber äußerst treffende Weise wie nämlich so ein Leben als „minderwertiger Untertan“ eines überdimensional mächtigen Bosses abläuft. Für mich, eine Reise in die Vergangenheit, wenn ich an den ein oder anderen garstigen Chef auf der anderen Seite der Glastür denke. Szenen, die mein Blut in Wallung bringen.
Filmreview: Das Parfum
50 Millionen Euro für einen Film auszugeben, dessen Handlung vor allem auf der Welt der Gerüche basiert, ist schon mutig genug. Nebenbei auch noch den Weltbestseller und Klassiker der Neuzeug von Patrick Süskind zu verfilmen, grenzt durchaus an Wahnsinn. Tom Tykwer und Bernd Eichinger, sozusagen die Gurus der deutschen Filmwelt, versuchten diesem irrwitzigen Projekt ein Gesicht zu verleihen – leider teilweise ohne Erfolg.
Filmreview: World Trade Center
Diese Filmkritik wird anders als meine üblichen. Es gibt dieses Mal keine typische, manchmal vielleicht auch sarkastische Einführung in die Umstände des Filmes bei der ich jegliche Produktionsmotive in Frage stelle. Warum auch. Dieses Werk lässt keinen Platz für Sarkasmus. Nur für Emotionen. Und es fällt einem schwer diese Kritik ohne Emotionen zu schreiben.
Filmreview: Brokeback Mountain
Was wurde über diesen Film im Voraus nicht alles geschrieben. Zu homosexuell wäre er. Zu sehr würde sich das Motiv des “Anders sein” in den Vordergrund drängen und damit einen reinen Schwulenepos schaffen. Außerdem würde des Mannes heiligstes Terrain, der Western, öffentlich denunziiert, proklamierten einige hoch angesehene Filmkritiker. In einigen Bundesstaaten der USA wurde der Streifen gar verboten und durfte somit nicht im Kino gezeigt werden. Das machte natürlich weltweit Schlagzeilen und unterstrich nicht zuletzt die Prüderie der Amerikaner.





















